A film by Michal Kosakowski

Archive for 25/02/2014

‘ZERO KILLED’ @ CINEMAS IN MUNICH (WERKSTATTKINO) & BERLIN (BROTFABRIK)

Here are the next screening dates for ‘Zero Killed’:

MUNICH, GERMANY – Werkstattkino, Frauenhoferstr. 9, 80469 Munich

Monday, February 24th, 2014, 10.30pm
Tuesday, February 25th, 2014, 10.30pm
Wednesday, February 26th, 2014, 10.30pm

BERLIN, GERMANY – Brotfabrik Berlin, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

Monday, February 24th, 2014, 10.00pm
Tuesday, February 25th, 2014, 10.00pm
Wednesday, February 26th, 2014, 10.00pm

Drop-Out Cinema Distribution


REVIEW ‘ZERO KILLED’ @ FILMGAZETTE

by Ulrich Kriest | Filmgazette, Feb 6, 2014

“Are you talking to me?”

“Das Grauen. Das Grauen.” Wir erinnern uns, oder? “Apocalypse Now!” Colonel Kurtz. Oder vielleicht doch lieber Georg Büchner? “Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?” Schlummert da was in uns? Ein Abgrund gar? Fragen sie dazu doch Michal Kosakowski! Der hat solche Fragen gleich weitergereicht an ein paar Handvoll Leute, die nicht nur Tötungsphantasien haben und einmal offen drüber reden wollen, sondern diese vielleicht auch sehen wollen. Sagen sie jedenfalls. Deshalb das Angebot und die Bedingung Kosakowskis: wir setzen deine Phantasie in Szene, aber nur, wenn du mitspielst. Als Täter oder als Opfer.

Die gedrehten Kurzfilme wurden als Videoinstallation erstmals 2007 in München der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den folgenden Jahren holte der Filmemacher seine »Mittäter« erneut für Interviews vor die Kamera, wo sie nun nicht nur über die Filme und die ihnen zugrundeliegenden Phantasien Rede und Antwort standen, sondern sich auch zu abstrakteren Fragen zu Gewalt, Folter, Rache, Todesstrafe, Krieg, Religion oder dem Wesen des Menschen äußerten.

Der Film “Zero Killed” ist nun eine Montage aus beiden Werkgruppen, unterlegt mal mit ironischer, dann wieder reißerischer Musik. Es ist eine verstörende Montage. Zunächst, weil Kosakowski ganz selbstverständlich davon auszugehen scheint, dass sein Sample von Gesprächspartnern irgendwie repräsentativ ist. So sehen wir uns Menschen – Frauen wie Männern – gegenüber, die mal verschwörerisch, mal lächelnd, mal lässig, mal angestrengt, mal selbstgefällig vor laufender Kamera ihre Tötungsphantasien ausbreiten oder über die angesprochenen Themen räsonieren. (more…)